Im Rahmen einer Hilfsaktion reisten wir mit einer kleinen Gruppe auf den Hinterhof Europas: Bihac in Bosnien-Herzegowina. Das Ziel der Reise: Einen Unterschied vor Ort zu machen, Fakten zu sammeln und uns einmal mehr mit dem Thema „Grenzen“ auseinander zusetzen. Hier folgen unsere Tagesberichte:

Freitag – im Einsatz für NGO’s

Nach einem kräftigenden Frühstück sind wir zur Lagerhalle einer Organisation gefahren, um bei ihnen anzupacken. Auf dem Plan stand Essenspackete für Flüchtlinge vorzubereiten und Non Food Items (NFI) zu sortieren. Da ihre Lieferung aus der Schweiz jedoch an der kroatisch-bosnischen Grenze festgehalten wurde, kamen die notwendigen Sachspenden nicht rechtzeitig an.

Gesammelte Ware aus der Schweiz wird übergeben.

Nach einer kurzen Mittagspause, einigten wir uns darauf eine Spende an eine bosnischen Frau zu machen. Denn auch bei ihr war das Geld für Hilfsgüter knapp, jedoch liegt es ihr sehr am Herzen, den Flüchtlingen in Bihać zu helfen und sie zu unterstützen. Kurz darauf sind wir mit ihr zum Einkaufszentrum gefahren, um wichtige Lebensmittel für die bedürftigen Menschen zu kaufen, welche sie ihnen in Essenspaketen ausliefert.

Samstag – zu Besuch bei Fremden

Heute waren wir mit der Hilfsorganisationen IOM unterwegs und haben verschiedene Squads (provisorische Unterkünfte von Refugees) besucht. Die Hilfsorganisationen IOM verteilt jeden Tag Essen an verschiedene Squads. Der erste Squad bei dem wir waren wohnten 20 Leute in selbstgebauten Zelten einer hat uns erzählt das er bald wieder aufs Game (Grenzübergang nach Kroatien) gehen will und bis jetzt schon 4 mal zurückgebracht wurde.

Teetrinken in einer Squat

Bei dem zweiten Squad wohnten 10 Menschen, aber es waren nur 3 dort. Sie schlafen in einem verlassenen Haus etwas außerhalb der Stadt. Nachdem sie ihr Essen bekommen hatten haben sie uns in ihr Haus eingeladen wo sie uns einen sehr leckeren Tee gebracht haben und etwas über sich erzählt haben. Bei den nächsten Squads sind wir nicht mehr so lang geblieben und IOM hat die Packete sehr effizient verteilt.

Sonntag – traumhafte Wasserfälle

Nach den vielen bewegenden Eindrücken in den letzten Tagen war nun „me time“ angesagt, in der wir das Erlebte wirken lassen und verarbeiten können. Nach einem ausgiebigen Frühstück haben wir uns auf den Weg zum Nationalpark Una gemacht. Der Weg war sehr holprig und hat sich in die Länge gezogen aber es hat sich gelohnt; der in blau und grün schimmernde Fluss mit all seinen kleinen und sehr grossen Wasserfällen bot einen atemberaubende Ausblick.

Die Wasserfälle im Una Nationalpark.

Auf dem Rückweg sind wir in ein kleines Restaurant direkt an der Una und haben den Abend ausklingen lassen. Der Tag Pause war sehr wertvoll um Gedanken zu sortieren und Kraft und Konzentration für weitere Erfahrungen zu sammeln.

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