Nach unseren späten Ankunft in Asunción am Donnerstagabend, standen am Freitag Familienbesuche in den Armenviertel von Asunción an. Hier unsere Eindrücke von den besuchten Familien.

Die erste Familie, die wir besuchten lebt zu sechst in einem kleinen Haus. Sie besteht aus zwei Eltern mit ihren vier Söhnen. Leider konnten wir nur die zwei jüngtsen Söhne und ihren Vater kennenlernen. Sie besuchen beide die Johannes Gutenberg Schule und die zwei älteren gehen in eine öffentliche Schule nebenan. Ursprünglich lebte die Familie in einer anderen Stadt, doch dann hat sie ein Angebot für ein Stück Land in Asuncion bekommen und sie sind deshalb dorthin gezogen. Als sie jedoch ankamen, war das Land schon an eine andere Familie verkauft und sie haben fast alle Hoffnung verloren. Der Vater hat weiter für das Land gekämpft aber er konnte es nicht zurückgewinnen. Dann haben sie jedoch von der Johannes Gutenberg Schule erfahren und haben ihre Söhne dort beworben. Sie wurden beide angenommen und die Familie ist so dankbar dafür. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

In der zweiten Familie gehen die beiden Kinder in die Gutenberg Schule und leben mit ihrem Opa und ihrem Onkel und Ihrer Tante. Ihre Mutter starb bei der Geburt des jüngeren Bruders, danach verliess der Vater seine Kinder. Darauf zog der Onkel mit seiner Frau die beiden wie ihre eigenen Kinder auf. Deswegen nennen sie sie auch Mama und Papa. Zusammen mit dem Grossvater wollen sie nur das beste für die Kinder. Eine gute Ausbildung und das sie später besser Leben können. Unter allen anderen Umständen ist der Junge krank. Oft hat er hohes Fieber und fällt in Ohnmacht, manchmal auch im Schlaf. Das belastet alle aus der Familie sehr, raubt ihnen den Schlaf. Um ihn behandeln zu lassen versuchen sie momentan Geld für ihn zu sparen, damit sie endlich herausfinden können was er genau hat.

Die dritte Familie die wir besucht haben war gastfreundlich und man konnte leicht ein Gespräch beginnen, da sie auch viele Rückfragen hatten.
Ihnen zeigten wir auch Bilder der Schweiz um ihnen ein Bild des Winters dort verschaffen zu können. Die Familie bestand aus der Mutter, zwei Söhnen 17 und 8, jedoch lebte der 17 Jährige bei der Grossmutter, weshalb wir ihn nicht antrafen, einer Tochter, welche 12 Jahre alt ist und dem Vater. Der 17 Jährige lebt bei der Grossmutter, weil die Mutter eine bessere Zukunft für ihn wollte, da dieser Barrio in dem die Familie lebt nicht sehr Kinderfreundlich ist und viele Drogen konsumiert und auch verkauft werden. Auf die Frage was die Kinder werden wollen wenn sie älter sind, war die Antwort von dem Jungen, dass er das noch nicht weiss und von dem Mädchen, dass sie Ingenieurin werden möchte. Als wir sie dann fragten was sie brauche um diesen Traum zu erfüllen, antwortete sie, dass man seinen Traum nie aufgeben solle, sondern für ihn kämpfen müsse und das man ganz viel lernen müsse.

Die vierte Familie, die wir besuchten besitzt ein Haus aus Betton, in dem sie zu siebt leben. Sie waren zuerst ein wenig scheu aber haben uns dann trotzdem viel erzählt. Die Grossmutter hat in der Nähe noch ein Haus, in dem die Mutter ihr Geld verdient. Sie wäscht nämlich die Wäsche anderer Leute und verkauft Produkte um zu waschen. Sie hat eine Tochter, welche die Johannes Gutenberg Schule besucht. Sie ist zwölf Jahre alt und geht schon in die siebte Klasse. Am nächsten Montag beginnt das neue Schuljahr und sie freut sich zwar aber sie hätte gerne noch eine Woche Ferien. Jeder Schüler kennt das Gefühl. Sie hat noch einen kleinen Bruder, der theoretisch auch in die Schule gehen könnte, aber das wird nicht funktionieren. Er besitzt keine Identitätskarte. Die Familie hat durch eine Nachbarin von der Schule erfahren, weil deren Kind auch in diese Schule ging. Sie sind sehr dankbar, dass die Schule die Tochter angenommen hat

Die erste Familie, die wir besuchten, bestand aus einer Mutter, einem Vater, einem Sohn und zwei Töchter. Die älteste Tochter hat die Johannes Gutenberg Schule abgeschlossen und sucht momentan einen Job. Sie hilft ihrem Vater, der Schneider ist, beim Lappen nähen. Diese verkaufen sie dann und verdienen somit ihr Einkommen.

Die fünfte Familie, die wir besuchten, bestand aus einer Mutter, einem Vater, einem Sohn und zwei Töchter. Die älteste Tochter hat die Johannes Gutenberg Schule abgeschlossen und sucht momentan einen Job. Sie hilft ihrem Vater, der Schneider ist, beim Lappen nähen. Diese verkaufen sie dann und verdienen somit ihr Einkommen.

Die sechste Familie, die wir in den Favelas besucht haben, bestand aus drei Personen (Eltern und der Sohn). Der Vater baut Külschränke zusammen und liefert am Abend Pizzen. Die Mutter arbeitet als Putzfrau im Krankenhaus. Der Sohn (Thiago, 11) besucht zurzeit die siebte Klasse in der Johannes Gutenberg Schule. Die Familie lebt auf einem Grundstück das dem Staat gehört. In Paraguay kann man, wenn man ein freies Grundstück sieht, dieses bebauen und nach einer gewissen Zeit gehört es theoretisch dir. Jedoch ist das Grundstück offiziell noch dem Staat und kann dir jederzeit weggenommen werden.

Impressionen von der achten Familie. Als wir durch den kleinen Eingang in den Vorgarten traten, kam uns ein beissender Gestank entgegen. Sofort erblickten wir Berge von Abwasch und Abfallsäcke die aus allen nähten platzten. Ein kleines Mädchen sagte uns Guten Tag und drei ältere Frauen standen auf dem Vorhof. Die Sozialarbeiter erklärten uns, dass zwei von den dreien eine Behinderung haben und die Mutter des Mädchens den ganzen Tag arbeiten. Daher muss das kleine Mädchen neben der Schule den gesamten Haushalt schmeissen, zu was sie offensichtlich nicht im Stande ist. Die acht köpfige Familie bekommt keine Unterstützung vom Staat und die Johannes Gutenberg Schule ist die einzige Institution, welche die Familie unterstützt.

Die neunte Familie. Die eine Familie die wir besuchen durften lebten mehr als 10 Leute: die Grossmutter, der Grossvater, deren Kinder und Kindeskinder. Doch die Eltern der Enkel achten nicht gut auf die kleinsten und deshalb muss die Grossmutter den ganzen Haushalt schmeissen. Sie hat auch alle Kinder an den Schulen eingeschrieben und kocht immer für sie. Die Kinder selbst sind auch schon selbst ziemlich selbstständig und passen auch öfters auf die Nachbarskinder auf.

Last but not least, Familie Nummer 10. Bei einer weiteren Familie lebten eine Mutter mit ihrer Tochter und deren Grosseltern der Vater ist nicht mehr Zuhause. Viele Familien in Paraguay leben mit ihren Grosseltern zusammen da sie selbst zu wenig verdienen und den Grosseltern gehört meist das Grundstück auf dem sie leben schon da sie oft schon zielich lange da wohnen. So geschieht es dass Kinder auch noch mit ihren Kindern bei den Eltern leben.



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